Hinten : Emmerich Stumpfögger, Gerhard Gulde, Leopold Stefani; Vorne : David Ott, Lawrence Kern, Julian Prinz

Geislingen 4 - Balingen 9 2,5:3,5

Gerhard Gulde, Mannschaftsführer

Wieder ein knapper Sieg! Die 3,5 Punkte sind schon fast unser Standardergebnis. Wir sind jetzt ein Spieltag vor Schluss auf dem zweiten Tabellenplatz, da Rottweil 3 pausieren musste. Da erwartungsgemäß auch Spaichingen sein Spiel gewann, bleibt die Punktgleichheit mit dieser Mannschaft erhalten, allerdings hat Spaichingen wesentlich mehr Brettpunkte. Die Meisterschaft und damit der Aufstieg dürfte wie schon im letzten Bericht ausgeführt damit den Spaichinger Schachspielern sicher sein.

Im Mannschaftskampf mit Geislingen gab es schon nach einer Viertelstunde die ersten Ergebnisse. An Brett 5 brauchte Lawrence Kern eigentlich nur die Dame seines Gegners zu schlagen (mit vollem Damengewinn!), stattdessen schlug er dessen Turm und wurde prompt von der Dame mattgesetzt. Damit endete seine Siegesserie. Schade, dass er nicht ein wenig länger nachgedacht hat.  In meiner Partie an Brett 1 konnte ich in der Eröffnung meine Figuren sehr gut entwickeln und auch leicht einen Springer gewinnen. Mein Gegner gab daraufhin auf. Spielstand 1:1. Insgesamt zeigte sich nach einer Stunde Spielzeit  kein Vorteil für uns: David Ott  stand auf Verlust, nachdem er sehr gut seine Partie eröffnet, seine Figuren gut entwickelt und auch einen Königangriff vorbereitet hatte. Er vernachlässigte die Sicherung seines Königs durch die Rochade und so konnte sein Gegner mit einem Zwischenschach einen Läufer gewinnen, was dann zum Sieg ausreichte. Schade, da hat die Erfahrung gefehlt. Dafür hatte Leo Stefani an Brett 2 einen dankbaren Gegner. Dieser ging auf das offene Spiel von Leo ein, was diesem sehr entgegenkam, und so konnte Leo viel Material gewinnen und die offene Stellung zu einem Mattangriff nutzen. Leo spielte wieder ohne Rochade, was bei einem stärkeren Gegner durchaus ins Auge gehen kann. Spielstand 2:2.

Spannend war es an den Brettern 3 und 4. Cornelia Gulde hatte die Königsstellung ihres Gegners geschwächt und den Druck darauf durch Fesselung aufrechterhalten. Dies führte dann im weiteren Verlauf zum Qualitätsgewinn. Der direkt folgende Verlust eines weiteren Bauern verwirrte ihren Gegner offensichtlich, denn er opferte dann die Dame gegen den Läufer. Bis zum zwangsläufigen Matt waren es dann nur noch zwei Züge. Das Spiel von Julian Prinz an Brett 4 stand ausgeglichen mit beiderseitigen Chancen. Er einigte sich mit seiner Gegnerin auf Remis, was uns natürlich sehr entgegenkam, da wir dadurch den Mannschaftskampf gewonnen hatten.

Diesmal waren es die vorderen Bretter, die den Sieg sicherten. Vor dem Spiel hatte ich mit besseren Chancen für die hinteren Bretter gerechnet, zumal zwei Wochen vorher unsere siebte Mannschaft hier klar die Spiele gewonnen hatte.  Aber so ist es eben im Schach.

Endstand 3,5: 2,5 für Balingen 9, ein weiterer eigentlich erwarterter Erfolg der Mannschaft, um den ich aber lange bangen musste.

Balingen 9 - Heinstetten 3 3,5:2,5

Gerhard Gulde, Mannschaftsführer

Mit einem knappen Sieg setzte unsere Mannschaft ihre Erfolgsserie fort und bleibt weiter in der Spitzengruppe ihrer Klasse. Die Meisterschaft scheint trotz Punktgleichheit mit dem Tabellenersten Spaichingen kaum möglich, da Spaichingen wesentlich mehr Brettpunkte hat und nach deren bisherigen Leistungen zu urteilen wohl die restlichen zwei Spiele auch gewinnen wird.

Den ersten Punkt für Balingen 9 gewann unser Senior Friedrich Stifel an Brett 6 nach 90 Minuten. Er eröffnete seine Partie sicherheitsbewusst. Im Laufe des Mittelspiels setzte er seinen Gegner mit einer guten Figurenentwicklung und einem gelungenen Bauernvorstoß mehr und mehr unter Druck, so dass dieser zunächst Material verlor und dann matt gesetzt wurde.

An den Brettern 2 und 5 sah es allerdings zu diesem Zeitpunkt sehr schlecht für Balingen aus. Umso überraschender kam dann der Sieg von Lawrence Kern an Brett 5. Er hatte gegen seine Gegnerin bereits viel Material verloren, er spielte aber unbeirrt weiter und als dann seine Gegnerin einen entscheidenden Zug übersah gewann er die Dame. Damit war er jetzt im Vorteil und so konnte er nach einigen Zügen mattsetzen. Damit führten wir mit 2:0. Erwartungsgemäß ging das Spiel an Brett 2 von Leo Stefani verloren. Seine Gegnerin nützte seine Stellungsschwächen konsequent aus. An Brett 4 spielte Julian Prinz eine sichere Partie und er hatte sich auch gewisse Stellungsvorteile aus der Eröffnung heraus erarbeitet. Insgesamt  waren die Stellungen dann im weiteren Spielverlauf sehr ausgeglichen, so dass er sich nach Absprache mit mir auf ein Remis mit seinem Gegner einigte. Emmerich Stumpfögger an Brett 3 hielt seine Partie lange Zeit ausgeglichen, so dass eigentlich mit einem Unentschieden zu rechnen war. Sein Gegner setzte ihn allerdings immer mehr unter Druck und er hatte seine Figuren schlecht aufgestellt. So kam es zwangsläufig zum großen Materialverlust und er gab die Partie auf. Damit war im Mannschaftsergebnis Gleichstand erreicht und wieder einmal würde meine Partie an Brett 1 die Entscheidung bringen. Aus der Eröffnung kam ich ziemlich gut heraus und ich konnte die Initiative ergreifen und meinen Gegner durch taktische Züge zu entsprechenden Gegenzügen zwingen. Ein richtiger Vorteil sprang dabei aber zunächst nicht heraus.  In der Abwicklung aus dem Mittelspiel heraus ergaben sich verschiedene Varianten zum Angriff unter Ausnutzung der schwachen Felder und der schlechteren Beweglichkeit der gegnerischen Figuren. Unter guter Mithilfe des Gegners führte der Angriff zum Gewinn der Dame, worauf mein Gegner die Partie aufgab.

Damit  hatten wir wieder einmal knapp gewonnen. Heinstetten 3 war dabei ein starker und durchaus gleichwertiger Gegner.

Endstand 3,5: 2,5 für Balingen 9, ein weiterer hart erkämpfter Erfolg der Mannschaft!

Schramberg-Lauterbach 3 - Balingen 9 2:4

Gerhard Gulde, Mannschaftsführer

Mit einem  weiteren Sieg gegen eine der vorne platzierten Mannschaften erreichten wir jetzt den dritten Tabellenplatz, punktgleich (8 Punkte) mit dem Tabellenersten und einem Spiel weniger als der Tabellenzweite. Damit gehören wir drei Spieltage vor Rundenende mit zu einem Anwärter auf die Meisterschaft.

Lawrence Kern an Brett 5 spielte eine Variante des Schäfermatts. Da sein Gegner sich offensichtlich dabei nicht so ganz genau auskannte, gewann er sehr schnell viel Material und er setzte seinen Gegner dann zielstrebig mit einer schönen Kombination matt. Julian Prinz an Brett 4 eröffnete seine Partie gut und er zwang seinen Gegner dazu, seine Dame in eine ungünstige Position zu bringen. Dann setzte er seinen Plan um, die gegnerische Dame durch eine Springergabel zu gewinnen. Er brachte seinen Gegner dazu die verteidigende Figur abzuziehen und so konnte der Plan erfolgreich umgesetzt werden. Sein Gegner gab die Partie auf.  

An Brett 6 musste unser Senior Friedrich Stifel lange bis ins Endspiel hinein um ein Unentschieden kämpfen, da er schon in der Anfangsphase einen Springer „stehen“ ließ. Aber er schaffte den Ausgleich und er konnte ein zu diesem Zeitpunkt wichtiges Unentschieden erreichen. Zur selben Zeit hatte ich an Brett 1 meine Stellung nach größeren Problemen so weit verbessert, dass ich meinen Gegner durch Angriffszüge erstmals in Bedrängnis bringen konnte. So gewann ich schnell einen zentralen Bauern und sofort anschließend einen Springer. Dabei nutzte ich aus, dass die Figuren meines Gegners schlecht zusammenwirkten. Die Partie war entschieden und mein Gegner gab auf. Mit diesem Sieg war auch der Mannschaftssieg erreicht. An Brett 3 einigte sich Cornelia Gulde mit ihrem Gegner auf ein leistungsgerechtes Remis. Leo Stefani an Brett 2 hatte lange Zeit ein gleichwertiges Spiel. Er spielte weniger risikoreich als sonst, allerdings auch weniger mit überraschendem Angriff. Ein nicht genau durchdachter „Versuch“ nutzte sein Gegner in der Schlussphase zum Qualitätsgewinn und die Partie ging dann konsequenterweise verloren.

Endstand 4: 2 für Balingen 9, ein schöner Erfolg der Mannschaft!  

Balingen 9 - Rottweil 3   3,5:2,5

Von Gerhard Gulde, Mannschaftsführer

Mit dem Sieg gegen den bisherigen Spitzenreiter konnten wir zu den führenden Mannschaften aufschließen.

David Ott an Brett 6 gewann sein Spiel trotz Bauernverlusten in der Eröffnung sicher, da sein Gegner seine Figuren schlecht entwickelte und David dadurch einen Turm gewinnen konnte.  Am Brett 5 verlor Lawrence Kern durch schwächere Züge zunächst Material, entwickelte dann aber sein Spiel gut und konnte so ausgleichen und sich einen kleinen Vorteil erspielen. Ein grober Fehler des Gegners führte zum Damengewinn und ermöglichte so ein zielgerichtet herausgespieltes Matt. Damit stand es 2:0 für uns. Julian Prinz an Brett 4 gelang es zwar die Königsstellung seines Gegners zu öffnen, er manövrierte seine Dame dabei seine Dame in eine schlechte Position, so dass sie vom Gegner „gefangen“ werden konnte. Damit war die Partie entschieden. An Brett 3 erspielte sich Emmerich Stümpfögger Vorteile in der Eröffnung, die er dann auch in Materialgewinn umsetzen konnten. Dennoch musste er noch genau weiterspielen, um diesen Vorteil in den Spielgewinn umzusetzen, da sein Gegner  hartnäckigen Widerstand leistete. Zwischenstand 3:1 und damit Remis erreicht. Dieses Mal gelang es Leo Stefani an Brett 2 nicht trotz solidem Spielaufbau sein Kombinationsspiel zu entfalten. Im Mittelspiel gelang es seinem Gegner mit einem weit vorgerückten Freibauern großen Druck aufzubauen. Unter diesem Druck verlor Leo dann das entscheidende Material und die Partie. Mit einen zum Schluss sehr sicheren Remis sicherte als Letzter Gerhard Gulde den Sieg für die Mannschaft. Ein passiver Zug in der Eröffnung bewirkte, dass Gerhard lange Zeit nur auf die Aktionen seines Gegners reagieren konnte. Durch geschickten Figurentausch kam dann die Befreiung und schließlich auch noch bei besserer Stellung ein entscheidender Bauerngewinn. Der Gegner nahm dann das Remisangebot an.

 

Nusplingen 3 - Balingen 9   2,5:3,5

Von Gerhard Gulde, Mannschaftsführer

Als ich nach einer Stunde den Stand der Partien kurz anschaute, hätte ich keinen Euro auf einen Sieg von uns gewettet, im Gegenteil, ich ging davon aus, dass wir diesmal eine deftige Niederlage mit nach Hause nehmen müssen.

An Brett 4 erspielte sich Lawrence Kern einen großen Materialvorsprung; anstatt die Dame zu tauschen und damit das Spiel wahrscheinlich für sich zu entscheiden, ließ er es zu, dass sein Gegner ihm eine Figur um die andere raubte und ihn dann schnell mattsetzte. Schade um diese Partie. Der Ausgleich erfolgte allerdings kurz darauf durch David Ott. Dieser hatte gut begonnen und sicher sein Spiel aufgebaut; bei einer Kombination rechnete er nicht  genau durch und so kam sein Gegner plötzlich zu einem großen Vorteil. Kurios war das Ende: Der  Nusplinger Spieler führte mit dem König einen unmöglichen Zug durch; er war dadurch gezwungen einen Königszug durchzuführen und im nächsten Zug war er matt. Am Brett 2 spielte Leo Stefani unkonventionell wie immer ohne Rochade, was ihm zunächst enorme Nachteile brachte. Auch sein Gegner spielte offen und so konnte Leo seine Kombinationsfähigkeiten zur Geltung bringen und entscheidendes Material und die Partie gewinnen. Julian Prinz hatte an Brett 3 wenig Chancen und er verlor deutlich seine Partie. Zum Verlauf der Partie kann nichts Genaueres gesagt werden, da kein Partiemitschrieb vorliegt. Die Partie von Friedrich Stifel war die einzige, die während des gesamten Spielverlaufs immer ganz gut stand. Zeitweilige Gewinne gingen gleich wieder verloren, so dass ein gegnerischer Fehler die Entscheidung brachte und zu einer schönen Mattstellung führte. Damit waren wir 3:2 in Führung gegangen und das Brett 1 mit mir musste die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden bringen.  Ich konnte wie gewünscht das Königsgambit spielen, aber ich spielte es lustlos und ohne Druck und auch die Konzentration war nicht gut. So kam es zu einem Turmendspiel mit  zwischenzeitlich zwei Mehrbauern für den Gegner. Da ich wusste, dass es darauf ankam ein Unentschieden zu halten spielte ich das Endspiel jetzt konzenriert zu Ende, gewann einen Bauern und der Randbauer des Gegners konnte auch keinen Schaden mehr anrichten. Damit war der Mannschaftssieg erreicht.

 

Balingen 9 - Spaichingen 4   3:3

In ihrem zweiten Spiel musste Balingen 9 gegen die starke Spaichinger Mannschaft antreten, die zuletzt Balingen 7 klar geschlagen hatte. Beide Mannschaften waren in stärkster Besetzung angetreten.

Spaichingen ging sehr schnell an Brett 5 in Führung; Lawrence Kern musste die klare Überlegenheit seines Gegners akzeptieren. An allen anderen Brettern entwickelten sich die Partien für Balingen günstig. David Ott an Brett 6 gewann eine Figur und er konnte diesen Vorteil bis ins Endspiel halten und seine Partie gewinnen. Auch Emmerich Stumpfögger an Brett 3 konnte sich im Mittelspiel einen Qualitätsvorsprung sichern und diesen im Endspiel konsequent  in eine Gewinnstellung umsetzen. Balingen 9 ging dadurch in Führung. Leo Stefani an Brett 2 spielte in gewohnter Art auf Angriff und er verzichtete dafür auf die Rochade. Dies nutzte sein Gegner zum Materialgewinn gut aus; nachdem er den Angriff von Leo Stefani auch noch geschickt parierte war die Partie verloren. An Brett 1 und 4 waren die Partien ausgeglichen. Cornelia Gulde konnte eine sichere Stellung aufbauen. Das Spiel an Brett 1 von Gerhard Gulde war stark positionell ausgerichtet, wobei der Gegner in der Angriffsentwicklung auf dem Königsflügel Vorteile, in der Figurenentwicklung auf dem Damenflügel aber Nachteile hatte. Nach Figurentausch ergaben sich daraus leichte Stellungsvorteile für Gerhard Gulde, er konnte sich aber keinen Materialvorteil verschaffen.  Deswegen einigte man sich an Brett 1 und 4 jeweils auf Remis und damit auf ein Unentschieden des Mannschaftskampfes.