Württembergische Meisterschaften

Meine Aufzeichnungen zu diesem Bereich sind für das Ende der 90er Jahre leider etwas lückenhaft. Beginnen wir mit den Einzelmeisterschaften, die vor 2004 an zwei Veranstaltungsorten (einer für die Altersklassen U18 bis U14 , und einer für die Klassen U12 und U10) durchgeführt wurden. Gewöhnlich finden die Turniere in der Woche nach Ostern (Dienstag bis Samstag) in einer Jugendherberge in Baden-Württemberg (oder Bayern) statt. Sicher weiß ich, dass ich mich im Frühjahr 1998 zusammen mit Thomas Fink, der sich als Dritter der Bezirksmeisterschaften der U13 hinter Oliver Jovalekic und Frank Lay qualifiziert hatte, auf den Weg nach Aalen gemacht habe. Ich verbrachte die erste Nacht dort und war mit dem Vater von Benedikt Buschle, dem späteren württembergischen Meister der U11 aus Tuttlingen, in einem Zimmer untergebracht. Im selben Jahr (vielleicht auch schon 1997) vertrat Helmut Stefani zur gleichen Zeit den SV Balingen bei den Meisterschaften der U20 in Lindau.

Ein Jahr später nahm Alexander Schäfer als Bezirksmeister der U14 an den württembergischen Meisterschaften in Bad Urach teil. Seit 2001 gab es in jedem Jahr mindestens zwei Vertreter aus Balingen. Vor allem unsere Mädchen ergriffen gerne die Gelegenheit, eine Woche der Osterferien außer Haus zu verbringen. Da die Anzahl der jungen Spielerinnen schon immer überschaubar war, erhielt man für die Mädchenturniere auch leichter einen Freiplatz. Monja Dieringer, Fee Rieger und Lilli Hahn vertraten den Schachverein Balingen jeweils vier Mal auf Landesebene. Das Schuljahr 2006/ 2007 verbrachte Lilli mit Bruder und Mutter in England. Dennoch sicherte sie sich per Internet einen Freiplatz für das Turnier in Bonndorf und bescherte dadurch dem SV Balingen die beste Platzierung : Im Feld der U14w erkämpfte sich Lilli 5,5 Punkte und kam damit auf einen sensationellen 2. Platz. Für den größten Erfolg bei unseren jungen Herren zeichnete Felix Hermann verantwortlich. Bei den Meisterschaften der U10, die 2004 in der Jugendherberge auf dem Feldberg stattfanden, erreichte er den 5. Platz unter 30 Teilnehmern.

Aus dem Schwarzwälder Boten, April 2004

Das bislang erfolgreichste Jahr auf Bezirksebene war 2008. Sechs regulär erkämpfte Qualifikationsplätze für die württembergischen Meisterschaften standen am Ende zu Buche. Neben den Bezirksmeistern Lilli Hahn (U18w), Felix Hermann (U14) und Markus Geiger (U12) werden auch die Vizemeister Philipp Prinz (U16), Dieter Gomer (U12) und Michael Geiger (U10) zu den Landesmeisterschaften 2008 auf den Feldberg reisen.

Kommen wir nun zu den Mannschaftsmeisterschaften. In diesem Bereich waren uns die Schachfreunde aus Geislingen voraus. Anfang des Jahrtausends nahmen sie regelmäßig mit einer Mädchenmannschaft an diesem Turnier teil und errangen 2001 unterstützt von Monja Dieringer als Gastspielerin den württembergischen Meistertitel. Für den SV Balingen bot sie erstmals die Möglichkeit zur Teilnahme, als die Meisterschaften 2003 in unserem Bezirk in Nusplingen durchgeführt wurden.

Auf Anhieb schaffte unser U12-Team in der Besetzung Daniel Riedmüller, Jannik Hillers, Felix Hermann und Christian Bohn einen hervorragenden 4. Platz unter 16 Mannschaften. Der erst neunjährige Felix Hermann erreichte am dritten Brett 5,5 Punkte, während Christian Bohn an Brett 2 sechs von sieben möglichen Punkten beisteuerte. Die Balinger Spielerinnen der U20 Monja Dieringer, Nicole Günther und Fee Rieger wurden durch Nina Heim vom SV Frommern verstärkt, die am ersten Brett abermals bewies, dass sie zur württembergischen Spitze zählt. Die meisten Punkte für den SV Balingen erzielte jedoch Nicole Günther mit fünf Siegen aus sechs Spielen. Die jungen Damen kamen schließlich auf einen ausgezeichneten dritten Platz.

In März 2003: 4.Platz bei den württembergischen Mannschafts-Meisterschaften der U12: Daniel Riedmüller und Christian Bohn
Felix Hermann und Jannik Hillers

Seit 2005 waren wir immer mit mindestens einer Mannschaft vertreten. In Heilbronn wiederholten Felix Hermann, David Hiendl, Lilli und Niklas Hahn den sensationellen vierten Platz bei der U12. Sie erspielten 9:5 Punkte und mussten sich nur den Vereinen aus Tamm, Wolfbusch und Heumaden geschlagen geben. Auch im Folgejahr verpassten wir mit unserem U12-Team den Sprung aufs Podest denkbar knapp. Felix Hermann, Markus Geiger, Niklas Hahn und Thomas Gomer kamen bei den Meisterschaften in Murrhardt erneut auf den undankbaren vierten Platz. Erstmals hatten wir auch eine U16-Mannschaft gemeldet. Julian Hammelehle, Christian Bohn, Daniel Riedmüller und Lilli Hahn erspielten 4:10 Punkte und wurden 12.

Unser U12-Team 2006: Felix Hermann, Niklas Hahn, Thomas Gomer und Markus Geiger
Unser U16-Team 2006: Julian Hammelehle, Lilli Hahn, Daniel Riedmüller und Christian Bohn

Zu den Meisterschaften des Jahres 2007 konnte ich selbst nicht fahren, weil an diesem Wochenende der Umzug von der Talstraße nach Frommern über die Bühne gehen musste. Also verabschiedete ich am Samstag Morgen unsere beiden Mannschaften am Zollernschloss, die mit den Betreuerinnen Monja Dieringer und Bärbel Geiger den Weg nach Rommelshausen in Angriff nahmen. Bei der U16 kamen Christian Bohn, Daniel Riedmüller, Philipp Prinz und Thomas Gomer mit 6:8 Punkten auf Platz 8. Eine ausgeglichene Bilanz von 7:7 Punkten reichten für unsere U12-Spieler Markus Geiger, Marc Ilitsch, Dieter Gomer und Rainer Bohn schließlich für einen sicheren 8.Platz im Mittelfeld. Dieter Gomer musste sich nur ein Mal geschlagen geben und erzielte an Brett drei 4,5 Punkte.

Unser U16-Team 2007: Christian Bohn, Daniel Riedmüller, Philipp Prinz, Thomas Gomer
Unser U12-Team 2007: Markus Geiger, Rainer Bohn, Dieter Gomer, Marc Ilitsch

Am 10. Novemer 2007 nahmen wir zum ersten Mal an den württembergischen Einzel-Blitz-Meisterschaften in Stuttgart-Vaihingen teil. Sie wurden gleichsam zu einem Triumph für Lilli Hahn. In der Altersklasse U14w setzte Lilli als schnellste Schachspielerin Baden-Württembergs die gesamte Konkurrenz matt. Mit 10,5 von 17 Punkten ließ sie auch neun männliche Gegner hinter sich. Thomas Gomer, der ebenfalls in der Jugend U14 startete belegte einen achtbaren Mittelfeldplatz, ebenso wie Dieter Gomer und Markus Geiger in der Gruppe der U12. Philipp Prinz bei der U16 und Dominik Galik bei der U20 mussten sich in einem starken Teilnehmerfeld behaupten und rangierten auf den hinteren Plätzen.